Es gibt Lego-Sets, die sind zweifelsohne genial (Slave I). Dann gibt es natürlich auch Lego-Sets, die sind zweifelsohne unnötig (Todesstern). Zudem gibt es aber auch Lego-Sets, die das Fanlager spalten – zu diesen gehört garantiert auch der letztjährige Porg, der wie die eigentliche Filmfigur unterschiedlich aufgenommen wird. Vorweg: Ich finde ihn grandios!

Als mit The Last Jedi 2017 der achte Ableger der “richtigen” Star Wars-Saga in die Kinos kam gab es einen regelrechten Aufschrei in der Community. “Das ist wie Marvel – viel zu witzig”, “Oh man – der Porg sieht aus wie der Kater von Shrek” und “Jetzt werden süße Figuren für einen angekurbelten Merchverkauf in die Filme geschrieben!”. Ich gebe zu – das letzte Zitat stammt von mir und das sehe ich auch nach wie vor so. Ich habe kein Problem mit dem Porg und finde auch nicht, dass er sich negativ auf die Qualität oder das “Filmerlebnis” von Episode 8 auswirkt – allerdings habe ich bislang nicht verstanden, welchen anderen Zweck er neben dem besagten Merchverkauf verfolgt. Beschweren darf ich mich allerdings nicht, da auch ich eine eigene Funko, eine große Tasse und eben auch dieses neue Lego-Set besitze. Eine Sache muss aber direkt klargestellt werden: Egal, wie man den Porg nun findet – mit dem Lego Porg macht man einfach nichts falsch!

Nach dem Öffnen des Paketes stellte sich mir das erste Mal eine Frage, die mir vollkommen neu war: “Ist das jetzt eigentlich ein UCS-Modell?”. Die offizielle Antwort darauf lautet “Nein” – während die mitgelieferte, UCS-typische blaue Infotafel (siehe erstes Bild) allerdings eine andere Sprache spricht. In diesem Fall kann man also nur von einem “netten Extra” sprechen – der Porg ist aber faktisch kein UCS-Modell. Diese Tatsache soll aber nicht darüber hinweg täuschen, dass der XXL-Porg von Lego einfach ein schönes, detailverliebtes und qualitativ hochwertiges Produkt ist! Mit seinen 811 Teilen und einer angemessenen Größe von 19cm versprüht der Porg einen unvergleichbaren Charme und kann problemlos im Kinderzimmer sowie der Vitrine eingesetzt werden. Das, was den Porg in Episode 8 ausmacht ist genau das, was ihn auch als Lego-Ableger besonders macht: Ein verzweifelter Blick und das wilde Flattern der Flügel. Mehr macht der Porg im Kino nicht – mehr macht er daher auch nicht in seiner Lego-Form.

Die vorherrschenden Farben sind wenig überraschend weiß, grau und orange – bei den Flügeln gibt es kleine, blaue Akzente und die Zunge ist rot. Ansonsten gibt es aber keine großen Besonderheiten. Warum auch – es handelt sich hierbei ja um eine 1:1-Adaption der Filmvorlage und keine kreative Abwandlung wie bei den Produkten von Tamashii Nations: Star Wars. Wie auch schon beim u n f a s s b a r e n BB-8 gibt es auch beim Porg wieder einige interaktive Bewegungsmöglichkeiten. Über den Schwanz lassen sich der Mund aufklappen sowie die beiden Flügel seitlich heben – macht Sinn, sieht gut aus und erfüllt einfach seinen Zweck. Die insgesamt sechs einzelnen Krallen der Füsse lassen sich ebenfalls bewegen – so, wie man es z.B. auch von General Grievous (und zahlreichen anderen Modellen, die ich nicht besitze) kennt.

Viel mehr lässt sich zu dem Modell auch gar nicht mehr sagen. Der Aufbau dauerte bei mir rund vier Stunden – ich lasse mir aber auch gerne Zeit und schaue nebenbei YouTube. Aktuell (Januar 2019) gibt es das Modell für 69,99 Euro direkt bei Lego zu erwerben – allerdings handelt es sich um keinen shopexklusiven Release, weshalb man eigentlich überall fündig werden kann. Ich bin jedenfalls rundum zufrieden mit dem kleinen Lego Porg (auch mit dem SEHR kleinen Porg, den man mit diesem Set ebenfalls mitgeliefert bekommt) und kann den Kauf wirklich uneingeschränkt empfehlen!

Kategorien: Review

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